
Zukunft der Versorgung von Pflegebedürftigen im ländlichen Raum: Abschlussbericht zur Evaluation des Modellvorhabens „UplandCare“ liegt vor
Wie kann eine bedarfsorientierte Versorgung von Menschen mit Demenz sowie älteren, pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen im ländlichen Raum gestaltet werden? Wichtige Erkenntnisse hierzu bietet der nun vorliegende Abschlussbericht der wissenschaftlichen Evaluation des Modellvorhabens UplandCare.

Nach fünfjähriger Laufzeit (1. Juni 2021 bis 31. Mai 2026) zieht die wissenschaftliche Begleitung durch das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE e. V.) eine positive Bilanz.
Das Projekt „UplandCare“ in Willingen und Diemelsee wurde vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) sowie den hessischen Pflegekassen gefördert und vom Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen Diemelsee e. V. umgesetzt.
Niedrigschwellige Zugangswege durch aufsuchende Beratung
Im Mittelpunkt von UplandCare stand die Entwicklung eines innovativen Versorgungsmodells, um pflegebedürftigen Menschen sowie ihren pflegenden Angehörigen das Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern. Die drei tragenden Säulen des Vorhabens umfassten:
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Aufsuchendes Case Management: Ein niedrigschwelliges, individuelles Beratungs- und Unterstützungsangebot direkt im häuslichen Umfeld der Betroffenen.
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Schnittstellenmanagement: Die enge, strukturierte Zusammenarbeit zwischen Case und Care Management.
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Regionale Vernetzung: Die Bündelung lokaler Leistungserbringer, flankiert von informativen Kurs- und Veranstaltungsangeboten für die Quartiersbevölkerung.
Wissenschaft bestätigt Erfolg und liefert Hinweise für die Übertragung auf andere Regionen
Die wissenschaftliche Begleitung durch das DZNE e. V. war als formative Prozessevaluation angelegt. Ziel war es, Erfolgsfaktoren und Stellschrauben der Implementierung zu identifizieren, um die Übertragbarkeit des Konzepts auf andere ländliche Regionen zu ermöglichen. Befragungen der Nutzerinnen und Nutzer unterstreichen eine sehr hohe Zufriedenheit mit den praxisnahen Hilfsangeboten. Ergänzend durchgeführte Analysen von GKV-Routinedaten zeigten zudem positive Veränderungsprozesse in der regionalen Versorgungslandschaft.
Der vollständige Evaluierungsbericht steht ab sofort zur Verfügung. Während eine zusammenfassende Darstellung die zentralen Schritte und Ergebnisse im Überblick bündelt, liefert die Langversion detaillierte Einblicke in Methodik, Datengrundlagen und Rekonstruktionen der Wirkmechanismen des Modellprojekts.